Herausforderndes Verhalten verstehen
& Wege aus der Krise finden
Dieses Fachmodul beschäftigt sich mit dem herausfordernden Verhalten von Personen mit geistiger Behinderung, Autismus und/oder Einschränkungen in der Kommunikation. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie herausforderndes Verhalten verstanden, eingeordnet und professionell begleitet werden kann.
Zu Beginn betrachten wir Risikofaktoren, Auslöser und mögliche Ursachen. Dabei beziehen wir die emotionale Entwicklung, Kooperationskompetenzen, individuellen Bedürfnisse, Ressourcen und Lebensbedingungen der jeweiligen Person mit ein. Ziel ist es, Verhalten nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit der individuellen Entwicklung und Lebenssituation zu verstehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Erkennen von Wohlfühl- und Warnzeichen, um Überforderung und Krisen frühzeitig wahrzunehmen und angemessen zu reagieren. Darauf aufbauend entwickeln wir Handlungspläne für Krisensituationen und arbeiten mit einem Krisenmodell.
Regulation und Stimming werden ebenfalls thematisiert: Welche Funktionen können bestimmte Verhaltensweisen haben und wie lassen sich Stressreduktion und Selbstregulation durch passende Rahmenbedingungen und individuelle Unterstützungsangebote fördern?
Die Selbstfürsorge pädagogischer Fachkräfte bildet einen weiteren wichtigen Bestandteil. Wir reflektieren eigene Reaktionen und Grenzen in Krisensituationen und beschäftigen uns mit Strategien zur Selbstregulation und professionellen Selbstfürsorge.
Ausreichend Raum gibt es für den Austausch und die Besprechung konkreter Fallbeispiele. Eigene Erfahrungen und Fragen können eingebracht werden, um gemeinsam praxisnahe Lösungen für individuelle Anliegen zu entwickeln.
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